Mittwoch, 27. Mai 2009
Säbelzahnkatzen in Wort und Bild
Video: "Sabretooth Tiger" von "TvAnimals" bei Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=15rLSKphv3w
Wiesbaden (raubkatzen-welt) - Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen werden in dem Taschenbuch "Säbelzahnkatzen" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst in Wort und Bild vorgestellt. Das Taschenbuch umfasst 328 Seiten, präsentiert zahlreiche Abbildungen und kostet 24,99 Euro. Es ist bei "GRIN Verlag für akademische Texte" erschienen.
Bei GRIN ist der Titel "Säbelzahnkatzen" als preiswertes E-Book erhältlich, bei "Amazon" http://www.amazon.deund "Libri" http://www.libri.de in Kürze als gedrucktes Taschenbuch. Vom Ernst Probst stammen auch die Taschenbücher "Der Ur-Rhein" und "Höhlenlöwen", in denen es teilweise auch um Säbelzahnkatzen geht.
In jeweils eigenen Kapiteln werden die Säbelzahnkatzen Machairodus, Homotherium und Xenosmilus sowie die Dolchzahnkatzen Paramachairodus, Megantereon und Smilodon behandelt. Machairodus, Homotherium, Paramachairodus und Megantereon sind auch in Deutschland durch Funde nachgewiesen.
Das Taschenbuch "Säbelzahnkatzen" listet die wichtigsten Fundorte von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie aus dem Rest der Welt auf.
Mittwoch, 1. April 2009
Raubkatzen interessieren Kees van Hooijdonk besonders

Kees van Hooijdonk mit einem Kiefer der Dolchzahnkatze Megantereon aus Senèze in Frankreich, der im Naturhistorischen Museum Basel aufbewahrt wird
Interview mit Kees van Hooijdonk aus Rucphen, niederländischer Experte für fossile Säugetiere aus dem Eiszeitalter, über Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen
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Frage: Herr van Hooijdonk, Sie suchen, sammeln und erforschen sehr erfolgreich Reste fossiler Säugetiere aus dem Eiszeitalter (etwa 2,6 Millionen bis 11.700 Jahre). Wie, wann und wo haben Sie sich für dieses interessante Hobby begeistert?
Antwort: Mein Interesse an Fossilien ist bereits in meinen Jugendjahren aufgetreten, und zwar bei einem Spaziergang im Wald bei La Roche in den Belgischen Ardennen. Dabei habe ich in einer Felsenpartie im Wald, Hunderte von Metern über der Ourthe, fossile Schnecken gefunden. Ich war so fasziniert von dieser unerwarteten Entdeckung, dass ich anfing Bücher über Fossilien zu lesen. Von diesem Moment an habe ich mit dem Fossiliensammeln begonnen. Außerdem wurde ich Mitglied der niederländischen Geologischen Gesellschaft. Zunächst habe ich alle möglichen Fossilien gesammelt, aber einige Jahren später habe ich mich mehr und mehr auf Fossilien von Säugetieren aus dem Eiszeitalter (Pleistozän) spezialisiert, vor allem auf Katzen (Felidae).
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Prachtband über Säbelzahnkatzen, an dem Kees van Hooijdonk mitgearbeitet hat
Frage: Zusammen mit Dick Mol, Wilrie van Logchem und Remie Bakker haben Sie die Prachtbände „De Sabeltandtijger uit de Noordzee“ (2007) in niederländischer Sprache und „The Saber-toothed Cat of the Nord Sea“ (2008) in englischer Sprache veröffentlicht, die nach meiner Ansicht zu den besten Büchern über Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen gehören. Was begeistert Sie an diesen Raubkatzen?
Antwort: Ich glaube, dass sehr viele Menschen beeindruckt sind von der Kraft und Eleganz der Felidae. Sogar die Jagd einer Hauskatze auf dem Hinterhof bietet ein faszinierendes Schauspiel. Mein Interesse an der Säbelzahnkatze Homotherium ist entstanden, als ich vor etwa 10 Jahren einige Fossilien von dieser Raubkatze gefunden habe. Es ist vor allem die spezielle Anatomie, die mich interessiert. Aber auch die Seltenheit und die Exklusivität der Homotherium-Fossilien haben eine wichtige Rolle gespielt. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich mit dieser Tiergattung intensiver befasst, eine Reihe von interessanten Touren unternommen und Kontakte gepflegt.
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Frage: Seit einigen Jahren spricht man nicht nur von Säbelzahnkatzen, sondern auch von Dolchzahnkatzen. Können Sie den Unterschied zwischen diesen Raubkatzen kurz erklären?
Antwort: In der englischen Sprache unterscheidet man zwei Formen von Säbelzahnkatzen: nämlich Scimitar Cat (Krummsäbelzahn) und Dirktoothed Cat (Dolchzahn), je nach den spezifischen Eigenschaften der oberen Eckzähne. Säbelzahnkatzen des Stammes Homotheriini gehören zu den Scimitar Cats, weil die oberen Eckzähne einem Krummsäbel (Scimitar) gleichen. Diese Eckzähne sind stark gebogen, breit und sehr abgeflacht, mit feiner Zähnelung an den Schnittflächen. Sabelzahnkatzen des Stammes Smilodontini gehören zu den Dirktoothed Cats.
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Frage: In der Literatur heißt es, manche Säbelzahnkatzen oder Dolchzahnkatzen seien so groß wie ein heutiger Löwe oder sogar wie ein jetziger Sibirischer Tiger gewesen, der als größte Raubkatze der Gegenwart gilt. Wer war die größte Säbelzahnkatze und wer die größte Dolchzahnkatze?
Antwort: Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Das liegt daran, dass Fossilien von Säbelzahnkatzen immer sehr selten vorkommen. Vollständige Skelette sind noch viel seltener. Viele Informationen über Größe und Gewicht der Säbelzahnkatzen sind deshalb nur durch Interpretationen zu bekommen. Eine große Säbelzahnkatze wird oft mit der Größe eines Löwen verglichen, während die nächst kleinere Art mit dem Panther verglichen wird.
Doch dieser Vergleich ist nicht ganz zufällig, denn viele Faunen (oder Biotope) haben eine ähnliche Zusammensetzung: der heutige Löwe und Leopard leben in der Serengeti, der jetzige Tiger und Leopard in Ost-Asien, die ausgestorbenen Gattungen Homotherium und Megantereon (z. B. Senèze) in Frankreich), die fossilen Gattungen Smilodon und Homotherium in Amerika.
Aber wenn man eine Gattung nennen sollte, dann sollte es vielleicht die südamerikanische Dolchzahnkatze (Dirktoothed Cat) Smilodon populator sein, die mit einer Schulterhöhe von 120 Zentimetern noch größer war als ihr nordamerikanischer Verwandter Smilodon fatalis, vom der sehr viele Fossilien gefunden wurden in den Teerlöchern („tar pits“) der Fundstelle Rancho La Brea mitten in der kalifornischen Großstadt Los Angeles.
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Frage: In Kino- und Fernsehfilmen tragen Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen riesige furchterregende Eckzähne (Fangzähne). Welche Säbelzahnkatze oder Dolchzahnkatze besaß die größten Eckzähne?
Antwort: Die Dolchzahnkatze Smilodon populator hatte die längsten Eckzähne: nämlich sage und schreibe 30 Zentimeter.
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Frage: In Büchern, Zeitschriften und im Internet findet man über Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen sehr unterschiedliche Informationen über deren Lebensweise. Sind diese Raubkatzen nach Ihrer Ansicht faule Aasfresser oder tüchtige Jäger gewesen?
Antwort: Ich glaube, dass die Säbelzahnkatzen flinke Jäger waren, wie die heutige Katze. Das sieht man auch am Gebiss. Aber die Jagd auf Beutetiere erfordert sehr viel Energie und ich bin der Meinung, dass die Säbelzahnkatzen versuchten, anderen Raubtieren die Beute abzunehmen, wenn sich die Gelegenheit bot. Auch heute sieht man das bei manchen Raubtieren. In Zeiten der Knappheit könnten Säbelzahnkatzen auch Aas gefressen haben. In Rancho La Brea (USA) sieht man, dass Säbelzahnkatzen zu Teergruben gekommen sind, um dort leicht an Beutetiere zu gelangen, die im Teer gefangen waren. Das zeigt, dass Säbelzahnkatzen versucht haben, mit minimaler Arbeit Beute zu bekommen.
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Frage: Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen werden sowohl als Einzelgänger als auch als Rudeltiere geschildert. Was meinen Sie dazu?
Antwort: Es wird oft gesagt, dass Säbelzahnkatzen in Gruppen jagten, aber dafür liegen keine eindeutigen Beweise vor. In der Friesenhahn-Höhle bei San Antonio in Texas (USA) sind Fossilien von mehreren Säbelzahnkatzen der Gattung Homotherium gefunden worden. Doch diese stammen entweder von alten oder sehr jungen Tieren. Vielleicht war dort eine Art von „Nest“ und es ist normal, dass die Jungen die ersten Monate mit ihren Eltern verbringen. In Rancho La Brea wiederum sind sehr viele Fossilien der Dolchzahnkatze Smilodon entdeckt worden. Viele dieser Fossilien tragen Spuren einer Krankheit oder sogar Lahmheit, was belegt, dass es unwahrscheinlich ist, dass diese Tiere selbst aktiv gejagt haben. Dass Krankheiten oder Verletzungen verheilt sind, belegt, dass kranke oder verletzte Dolchzahnkatzen von ihrer Gruppe unterstützt oder dass sie beim Fressen an der Beute geduldet wurden. Aber man muss vorsichtig sein mit solchen Schlussfolgerungen: Beim heutigen Katzen gibt es auch Ausnahmen: Die meisten Katzen leben als Einzelgänger, aber Löwen sind echte Rudeltiere.
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Frage: In einem sehr interessanten Beitrag für die renommierte niederländische Fachzeitschrift „Cranium“ befassten Sie sich mit der Säbelzahnkatze Homotherium und der Dolchzahnkatze Megantereon aus Senèze im französischen Departement Haute Loire. Können Sie diese beiden Raubkatzen kurz beschreiben?
Antwort: Mit einer Schulterhöhe von etwa 95 Zentimetern war Homotherium die größere von diesen beiden Raubkatzen. Wenn man Skelette dieser beiden Tiere miteinander vergleicht, dann seht man sofort, dass Homotherium eine große, schlanke Katze war, deren Vorderbeine länger waren als die Hinterbeine, was Homotherium ein Ausehen wie eine Hyäne gab. Homotherium konnte sogar ein junges Mammut töten.
Megantereon dagegen war eine große, robuste Katze mit einer Schulterhöhe von ca. 70 Zentimetern ähnlich wie ein heutiger Jaguar. Mit seinen extrem starken Vorderbeinen war er in der Lage, große Beutetiere, wie ein Pferd oder einen Hirsch, auf den Boden zu werfen und zu töten.
Auch das Gebiss beider Katzen weicht stark voneinander ab. Die Eckzähne von Homotherium sind stark gebogen, breit und sehr abgeflacht, mit feiner Zähnelung an Schnittflächen. Auch der Rest des Gebisses hatte eine sehr starke Zähnelung und zwar an Schnittflachen der Schneidezähne und Backenzähne.
Das Gebiss von Megantereon war minder kräftig und die oberen Eckzähne waren schmäler und ohne Zähnelung.
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Frage: Aus ihren Publikationen geht hervor, dass Sie auch Fundstellen und Museen im Ausland besuchen. An welche Besuche erinnern Sie sich besonders gerne?
Antwort: Ich hatte die Möglichkeit, Besuche zu machen an der Universität Claude Bernard in Lyon (Frankreich), wo das Skelett eines Homotherium von Senèze aufbewahrt wird und im Naturhistorischen Museum von Lyon, wo sich eine große Sammlung von Raubtier-Fossilien befindet. Auch habe ich das Naturhistorische Museum in Basel besucht, wo man das Skelett eines Megantereon zeigt. 2006 habe ich die Ausgrabung bei Senèze besucht, wo man die Skelette beider Säbelzahnkatzen entdeckt hatte. Dort habe ich auch die Familie Phillis besucht, deren Vater Pierre beide Säbelzahnkatzen gefunden hatte, und viele interessante Fotos gesehen. Alle Besuche waren besondere Erlebnisse.
Auch in Deutschland habe ich Museen besucht – und zwar in Darmstadt und Wiesbaden –sowie die weltberühmte Fossilienfundstätte Grube Messel bei Darmstadt bewundert. Mit Freude erinnere ich mich an Thomas Keller und Anne Sander von der Abteilung Archäologische und Paläontologische Denkmalpflege im Schloss Biebrich in Wiesbaden, für ihre sehr angenehme und freundliche Unterstützung bei einer Exkursion unseres Vereins.
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Frage: Immer wieder erregen Funde eiszeitalterlicher Säugetiere, die von Fischkuttern und Muschelkuttern vom Nordseegrund ans Tageslicht geholt werden, großes Aufsehen. Sind Sie an der Jagd nach solchen fossilen Schätzen aus dem ehemaligen „Nordseeland“ beteiligt?
Antwort: Ja und nein. Es ist wichtig, Kontakte mit Fischern zu haben und zu sehen, was sie an Fossilien mitgebracht haben. Deshalb bin ich manchmal an Bord von Fischkuttern. Oft nur mit einer Kamera. Und manchmal bekomme ich ein schönes Fossil. Später versuche ich, das Fossil zu tauschen für ein Höhlenlöwen-Fossil oder ähnliches. Aber es ist nicht so, dass ich – wie andere – Fossilien kaufe, um mit ihnen zu handeln.
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Frage: Besitzen Sie eine umfangreiche Fossiliensammlung und – wenn ja – auf welche Funde sind Sie besonders stolz?
Antwort: Ich habe in den letzten Jahren eine schöne Fossiliensammlung von verschiedenen Fundstellen zusammengetragen. Die schönsten Stücke meiner Sammlung sind Fossilien aus dem Pliozän (etwa 5,3 bis 2, Millionen Jahre) und Pleistozän (etwa 2,6 bis 11.700 Jahre) aus der Nordsee. Darunter sind Fossilien von Hirschen, Wildpferden, Rüsseltieren (Mammuthus meridionalis, Mastodont), der Säbelzahnkatze Homotherium und des Europäischen Jaguars Panthera onca gombaszoegensis.
Alle meine Fossilien sind besonders, aber die Homotherium-Fossilien sind doch eine Spezialität, denn diese waren der Grund für viele meine Reisen und zahlreiche Kontakte in aller Welt.
Aber ich betrachte diese Sammlung nur als Leihgabe. Später möchte ich alles einem Museum vermachen.
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Kees van Hooijdonk an der Fundstelle Chilhac in Frankreich, wo Fossilien von Säbelzahnkatzen entdeckt wurden
Frage: In vielen Bundesländern Deutschlands ist im Laufe der Zeit das Suchen und Bergen von Fossilien verboten worden. Ist dieses Hobby in den Niederlanden noch erlaubt?
Antwort: Ja, dieses Hobby ist in den Niederlanden noch erlaubt, aber reguliert. Das bedeutet, dass man Fossilien von Fischern bekommen kann oder am Strand suchen darf. Aber man kann nicht in eine Grube gehen und dort mit dem Graben anfangen. Auch auf Plätzen, die unter Naturschutz stehen, darf man nicht graben. Das ist selbstverständlich. Es ist in die Niederlanden auch so, dass archäologische Funden gemeldet werden müssen.
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Frage: Was halten Sie davon, dass in manchen Ländern das Suchen und Bergen von Fossilien durch Privatpersonen strengstens verboten ist?
Antwort: Das hängt davon ab, was der Grund ist: Wenn es auf Grund des Naturschutzes ist oder auf Grund der Sicherheit, dann ist ein solches Verbot verständlich. Aber ein völliges Verbot ist dann nicht nötig.
Manchmal hört man, dass gewisse Wissenschaftler einen Anspruch auf gefundene Fossilien geltend machen. Sie bewahren die Fossilien in Museen und Laboratorien für die Forschung auf. Forschung ist gut, aber das Sammeln von Fossilien durch Erwachsene und Kinder bringt auch Interesse für die Natur mit sich, und das ist genau so wichtig, vor allem für die Kinder, denn sie sind die Zukunft. Aber Sammeln sollte nicht zum Raub fuhren oder für Kommerz benutzt werden. Es sollte aus guten Gründen geschehen, und das gilt für Wissenschaftler und für Privatpersonen.
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Frage: Werden Sie von Verwandten, Freunden und Bekannten beim Suchen und Erforschen von Fossilien unterstützt?
Antwort: Ja, wie vorher gesagt, habe ich in allen Museen und Universitäten immer gute Unterstützung bekommen. Und natürlich erhalte ich viel Unterstützung in unserem Verein der pleistozänen Säugetiere. Insbesondere Dick Mol (den Sie auch interviewt haben) und Klaas Post erwähne ich, weil beide eine sehr anregenden Einfluss auf mich haben. Und nicht zuletzt nenne ich meine Familie, weil sie mir die Möglichkeit geboten hat, mein Hobby zu betreiben.
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Webseite über Säbelzahnkatzen von Kees van Hooijdonk
Frage: Sicherlich möchten viele Leser und Leserinnen dieses Interviews gerne noch mehr über Sie erfahren. Betreiben Sie eine Internetseite, wo man etwas über Sie und Ihre Arbeit nachlesen kann?
Antwort: Ich habe eine Internetseite über das Eiszeitalter und Eiszeittiere: http://www.ijstijd.net - Dort gibt es auch eine Webseite über Säbelzahnkatzen unter der Adresse http://www.ijstijd.net/sabeltandkatten/index.html
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Frage: Wenn Ihnen eine gute Fee einige Wünsche erfüllen könnte, was würden Sie sich von ihr wünschen?
Antwort: Ich glaube nicht so an gute Feen. Aber einen Wunsch habe ich doch: Allen Sammlern und allen Forschern von Fossilien wünsche ich viele schöne Funde und lehrreiche und entspannende Stunden im Feld! Wir alle haben ein sehr schönes Hobby.
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Die Fragen für das Interview stellte der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst, Betreiber des Weblogs http://wissenschafts-news.blog.de und Autor der Taschenbücher „Rekorde der Urzeit“, „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ und „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“
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Weblinks zum Thema:
Buch "De Sabeltandtijger uit de Noordzee" (Niederländisch)
http://www.sabeltandtijger.eu/?lang=nl
Buch "The Saber-toothed Cat of the North Sea" (Englisch)
http://www.sabeltandtijger.eu/?lang=en
Publikation von Kees van Hoojdonk: De Sabeltandkatten Homotherium en Megantereon (Felidae, Carnivora)
van de Plio-Pleis to cene site van Senèze (Haute Loire, Fr.)
http://www.ijstijd.net/cranium.pdf
Freitag, 27. März 2009
Videoclips über Säbelzahnkatzen
Videos: "Walking with Beasts - Sabre Tooth" von "HyperbolaGuy" bei Youtube
Wiesbaden (raubkatzen-welt) - Sehenswerte Videoclips über Säbelzahntiger, die man heute je nach Gattung als Säbelzahnkatzen oder Dolchzahnkatzen bezeichnet, findet man auf der Videoplattform "Youtube" unter der Adresse http://www.youtube.com/user/HyperbolaGuy im Internet. Zum interessanten Themenangebot gehören 28 Videos "Walking with Beasts", 10 Videos "Neanderthal" und
12 Videos "Walking with Cavemen".
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Lesetipp:
Ernst Probst: Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter, GRIN, München 2009
Samstag, 21. März 2009
big-cats.de stellt faszinierende Raubkatzen vor
Kiel (raubkatzen-welt) - Faszinierende Raubkatzen findet man auf der gleichnamigen Webseite von Frank Huber aus Kiel. Unter der Internetadresse http://www.big-cats.de wird ein reichhaltiges Themenangebot präsentiert. Zum Angebot gehören die Rubriken Raubkatzenarten, Steckbriefe, Taxonomie, Anatomie, Galerie, Verschiedenes, Interaktiv, Gepardenpresse (Das Newsportal zu Gepard, Tiger und Co.), Bücher/Videos, Gästebuch und Forum. In Wort und Bild werden Gepard, Löwe, Jaguar, Leopard, Schneeleopard, Tiger, Nebelparder, Ozelot, Luchs, Puma und viele andere Raubkatzen vorgestellt. Wissbegierige Leser/innen und fachkundige Autoren/innen kommen auf dieser Webseite voll auf Ihre Kosten! Sie können nach Herzenslust über Raubkatzen lesen und schreiben.
Samstag, 7. März 2009
Leseproben über Höhlenlöwen und andere Raubkatzen

Wiesbaden (raubkatzen-welt) – Eine umfangreiche Leseprobe aus dem Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ (ISBN 3640272633) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst ist auf der Webseite „Google Buchsuche“ unter der Adresse http://books.google.de/books?id=yPFrISY-pZYC&printsec=frontcover&dq=H%C3%B6hlenl%C3%B6wen im Internet zu finden. Besonderer Clou: Wenn man im Inhaltsverzeichnis des in der gedruckten Version 332 Seiten umfassenden Taschenbuches auf ein Kapitel klickt, kann man das entsprechende Kapitel lesen.
Das Taschenbuch „Höhlenlöwen“ enthält folgende Kapitel:
Dank
Seite 11
Vorwort
Seite 17

Der Mosbacher Löwe
Panthera leo fossils
Seite 19
Der Europäische
Höhlenlöwe
Panthera leo spelaea
Seite 53
Der Amerikanische
Höhlenlöwe
Panthera leo atrox
Seite 81
Der Beringia-Höhlenlöwe
oder
Ostsibirische Höhlenlöwe
Panthera leo vereshchagini
Seite 95
Höhlenlöwen in der Kunst
der Eiszeit
Seite 109
Löwen in der Kunst
zu geschichtlicher Zeit
Seite 127
Höhlenlöwe
und Säbelzahnkatze
in Literatur und Film
Seite 137
Löwenfunde in Deutschland
Seite 145
Löwenfunde in Österreich
Seite 190
Löwenfunde in der Schweiz
Seite 201
Eiszeitliche Raubkatzen
in Deutschland
Seite 205
Der Mosbacher Löwe
Seite 206
Der Europäische Höhlenlöwe
Seite 208
Der Europäische Jaguar
Seite 209
Die Säbelzahnkatze
Seite 211
Der Leopard
Seite 215
Der Schnee-Leopard
Seite 218
Der Gepard
Seite 220
Der Puma
Seite 222
Das Eiszeitalter
Seite 227
Löwen der Gegenwart
Seite 253
Der Autor
Seite 263
Literatur
Seite 265
Bildquellen
Seite 283
Fundstätten- und Ortsregister
Seite 287
Raubkatzenregister
Seite 300
Personenregister
Seite 305
Sachregister
Seite 31
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Inhalt des Taschenbuches „Höhlenlöwen“:
Eiszeitliche Löwen aus Europa, Asien und Amerika stehen im Mittelpunkt des Taschenbuches „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es beginnt mit dem riesigen Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis), der nach etwa 600.000 Jahre alten Funden aus dem
ehemaligen Dorf Mosbach bei Wiesbaden in Hessen benannt ist. Dieser Mosbacher Löwe gilt mit einer Gesamtlänge von bis zu 3,60 Metern als der größte Löwe aller Zeiten in Deutschland und Europa. Seine Kopfrumpflänge betrug etwa 2,40 Meter, sein Schwanz maß weitere 1,20 Meter. Von dieser imposanten Raubkatze stammt der Europäische Höhlenlöwe (Panthera leo spelaea) ab, der im Eiszeitalter (Pleistozän) vor etwa 300.000 bis 10.000 Jahren in Europa lebte. Noch größer als der Mosbacher
Löwe und der Europäische Höhlenlöwe war der Amerikanische Höhlenlöwe (Panthera leo atrox) aus dem Eiszeitalter vor etwa 100.000 bis 10.000 Jahren. Er wird ebenso vorgestellt wie der vor etwa 40.000 bis 10.000 Jahren existierende Ostsibirische
Höhlenlöwe (Panthera leo vereshchagini), den man auch Beringia-Höhlenlöwe nennt. Weitere Kapitel befassen sich mit Höhlenlöwen in der Kunst der Eiszeit, Löwenfunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz, eiszeitlichen Raubkatzen in Deutschland und Löwen der Gegenwart. Geschildert wird auch der Ablauf des von starken Klimaschwankungen geprägten Eiszeitalters in Deutschland.
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Bestellungen des Taschenbuches „Höhlenlöwen“ bei:
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8217632/ernst_probst_hoehlenloewen_3640272633.html
Bestellungen des E-Books „Höhlenlöwen“ bei:
http://www.grin.com/tag/document/eiszeitloewen
Samstag, 28. Februar 2009
Mosbacher Löwen und Höhlenlöwen

Wiesbaden (raubkatzen-welt) - Die größten Löwen Europas haben im Eiszeitalter vor rund 600.000 Jahren gelebt. Dabei handelt es sich um den so genannten Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis), der nach Funden aus dem ehemaligen Dorf Mosbach zwischen Wiesbaden und Biebrich bezeichnet wurde. Dieser Löwe war von der Kopfspitze bis zum Schwanzende maximal 3,60 Meter lang. Davon entfielen ca. 2,40 Meter auf den Körper und die restlichen 1,20 Meter auf den langen Schwanz.
Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch "Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es ist bei "GRIN Verlag für akademische Texte" (München) erschienen und in rund 100 Online-Buchshops - wie Amazon oder Libri erhältlich. Das Taschenbuch umfasst rund 330 Seiten, ist reich bebildert und kostet 24,99 Euro. Bestellungen zum Beispiel bei:
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8217632/ernst_probst_hoehlenloewen_3640272633.html
Der riesige Mosbacher Löwe ist in Europa erstmals im Eiszeitalter vor ungefähr 700.000 Jahren nachweisbar. So alt ist ein Fund aus Isernia bei Molise in Italien. Zu den bekanntesten Fundorten des Mosbacher Löwen in Deutschland aus der Zeit vor etwa 600.000 Jahren gehören das erwähnte Mosbach im Stadtkreis Wiesbaden und Mauer bei Heidelberg, wo auch der berühmte Heidelberg-Mensch entdeckt wurde.
Zeitgenossen des Mosbacher Löwen waren in Deutschland vor ca. 600.000 Jahren Europäische Jaguare, Leoparden, Geparden und Säbelzahnkatzen (Säbelzahntiger). Vor diesen Raubkatzen mussten sich die damaligen Frühmenschen hüten, weil diese noch keine wirksamen Waffen - wie etwa Speere, Lanzen oder Pfeil und Bogen - besaßen. Sie wurden erst viel später erfunden. In Thüringen jagten vor rund einer Million Jahren sogar Pumas.
Besonders viele Reste des Mosbacher Löwen werden im Magazin des Naturhistorischen Museums Mainz aufbewahrt. Dabei handelt es sich vor allem um Kieferreste und Zähne. Im Urgeschichtlichen Museum von Mauer ist ein Oberschädel des Mosbacher Löwen zu bewundern. Der Mosbacher Löwe ist 1906 von dem Paläontologen Wilhelm von Reichenau (1847-1925) erstmals wissenschaftlich beschrieben worden. Reichenau war von 1910 bis 1913 der erste Direktor des Naturhistorischen Museums Mainz.
Aus dem Mosbacher Löwen ist im Eiszeitalter vor etwa 300.000 Jahren der Europäische Höhlenlöwe (Panthera leo fossilis) hervorgegangen, der nicht mehr die Größe seines Vorgängers erreichte, aber immer noch etwa ein Fünftel größer war als heute Löwen. Der Europäische Höhlenlöwe wurde 1910 von dem damals in Erlangen arbeitenden Arzt und Paläontologen Georg August Goldfuß (1782-1848) erstmals beschrieben. Ihm hatten dabei Funde aus der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz vorgelegen. In dieser Höhle wurden Reste von mehr als 25 Höhlenlöwen gefunden.
Besonders viele Reste von Europäischen Höhlenlöwen wurden in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen entdeckt. Im Taschenbuch "Höhlenlöwen" wird eine große Auswahl von Fundorten dieser Raubkatzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgelistet. Daraus geht hervor, dass sich Höhlenlöwen bis in erstaunlich hochgelegene Höhlen wagten.
Das Taschenbuch "Höhlenlöwen" befasst sich in jeweils eigenen Kapiteln auch mit dem Amerikanischen Höhlenlöwen (Panthera leo atrox) und dem Ostsibirischen Höhlenlöwen oder Beringia-Löwen (Panthera leo vereshchagini). Der im Eíszeitalter vor etwa 100.000 bis 10.000 Jahren in Nordamerika lebende Amerikanische Höhlenlöwe gilt mit ener Gesamtlänge von rund 3,70 Meter als der größte Löwe aller Zeiten! Er übertrumpfte den imposanten Mosbacher Löwen aus Europa und Deutschland noch um ca. Zentimeter.
Donnerstag, 26. Februar 2009
Interview mit dem Raubkatzen-Experten Wilrie van Logchem

Wilrie van Logchem mit einem Modell der Säbelzahnkatze Homotherium, das von dem Bildhauer Remie Bakker aus Rotterdam geschaffen wurde. Foto: Dick Mol
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Interview mit Wilrie van Logchem, niederländischer Experte für ausgestorbene Katzen aus Culemborg
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Frage: Herr van Logchem, wie sind Sie Experte für Katzen aus der Urzeit geworden?
Antwort: Vor etwa 25 Jahren habe ich Bekanntschaft gemacht mit dem renommierten holländischen Paläontologen Dr. Paul Sondaar an der Universität Utrecht. Ich war damals sehr interessiert an Dinosauriern. Paul Sondaar hat mich dann in die Welt der Säugetierpaläontologie eingeführt. Ich wollte damals alles über Säugetiere wissen, aber führende Paläontologen in den Niederlanden wie Dr. John de Vos vom National Naturhistorischen Museum Naturalis in Leiden und der bekannte Amateur-Paläontologe Dick Mol aus Hoofddorp haben mich davon überzeugt, dass so etwas unmöglich ist. Ich habe mich dann auf die Raubtiere beschränkt, vor allem auf die Großkatzen aus dem Tertiär und Quartär. Seit vielen Jahren habe ich eine Vorliebe für Säbelzahnkatzen. Im Laufe der Zeit habe ich eine sehr umfangreiche Bibliothek aufgebaut, viele große Sammlungen besucht, verschiedene Sammlungen von Großkatzen studiert und teilweise vermessen. Es heißt ja schließlich: „Übung macht den Meister.“
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Frage: In Deutschland wurden Reste ausgestorbener Säbelzahnkatzen, Löwen, Leoparden, Geparden, Jaguare und Pumas aus dem Eiszeitalter entdeckt. Hat man auch in den Niederlanden solche Raubkatzen gefunden?
Antwort: Wie Sie vielleicht wissen, ist Holland sehr reich an Säugetierresten aus dem Eiszeitalter (Pleistozän) sowohl aus dem Früh-Pleistozän als auch aus dem Spät-Pleistozän. Dazu gehören natürlich auch die von Ihnen genannten ausgestorbenen Raubtiere. Nein, wir haben in Holland nicht alle der erwähnten Raubkatzen. Wir kennen aus dem Früh-Pleistozän die große Säbelzahnkatze Homotherium crenatidens und wahrscheinlich auch die kleine Säbelzahnkatze Homotherium latidens, den Europäischen Jaguar Panthera onca gombaszoegensis und den Luchs Lynx lynx.
Aus dem Spät-Pleistozän liegen aus Holland auch einige fossile Funde von Großkatzen vor. Erstens möchte ich den Höhlenlöwen Panthera leo spelaea nennen. Davon kennen wir sehr viele Überreste, vor allem aus der Nordsee. Dort war diese Großkatze ein Mitglied der Mammutfauna. Und dann natürlich muss ich für das Spät-Pleistozän auch die Säbelzahnkatze Homotherium latidens und auch wieder den Luchs Lynx lynx nennen. Von Homotherium wurde im Jahre 2000 ein fast kompletter Unterkiefer „aufgedretscht“ vom Nordseeboden. Er wurde datiert auf etwa 28.000 Jahre vor heute.
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Wilrie van Logchem 2008 in Milia, Griechisch-Mazedonien. Foto: Hans Wildschut, Hoofddorp
Frage: Suchen Sie selbst nach Fossilien von Katzen?
Antwort: Ich bin an mehreren Expeditionen beteiligt gewesen. Zum Beispiel war ich mit Dick Mol öfter auf der Nordsee. Dort werden mit Fischkuttern Mammutknochen und andere Reste pleistozäner Säugetiere „aufgedretscht“. Die Nordsee zwischen England und den Niederlanden war im Pleistozän trockenes Land. Die Britischen Inseln sind ja erst vor etwa 8000 Jahren richtige Inseln geworden. Von Dick Mol habe ich immer sehr viel gelernt und bin mit ihm befreundet. Vor einigen Jahren hat er mich auch mitgenommen nach Griechenland. Dort arbeiten wir gemeinsam mit Paläontologen der Aristoteles-Universität, vor allem mit Professor Evangelia Tsoukala und ihren Studenten, zusammen. In Milia, Griechisch-Mazedonien, haben wir ein großes Projekt. Dort graben wir eine pliozäne Fauna aus, die etwas 3 bis 3.5 Millionen Jahre alt ist. Diese Fauna enthält Mastodonten (Ur-Elefanten) der Art Mammut borsoni und wir haben dort auch Reste von einer Säbelzahnkatze der Gattung Homotherium gefunden. Die Raubtiere werden von mir studiert, die Mastodonten von Dick Mol.
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Abguss des Schädels der Säbelzahnkatze Xenosmilus aus Nordamerika. Foto: Hans Wildschut, Hoofddorp
Frage: Besitzen Sie eine Fossiliensammlung?
Antwort: Nein, die Referenzsammlung, die ich zu Hause habe, darf man nicht eine Sammlung nennen. Es sind vor allem Abgüsse von wichtigen Funden, die ich sehr oft brauche für Vergleichszwecke. So besitze ich einen sehr schönen Abguss eines Schädels von der neuen Gattung Xenosmilus aus Nordamerika, die sehr Homotherium ähnelt. Es ist ein wunderschönes Stuck!
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Frage: Ihr Name würde kürzlich im Zusammenhang mit der Entdeckung eines Säbelzahnkatzen-Fossils aus der Nordsee erwähnt. Welche Rolle haben Sie dabei gespielt?
Antwort: Zusammen mit Dick Mol habe ich eine kurze Arbeit publiziert über einen neuen Fund vom Nordseeboden. Ein sehr seltenes Fossil, ein Oberarmknochen von der Säbelzahnkatze Homotherium aus dem Früh-Pleistozän vom Nordseeboden, genauer gesagt von der großen Art Homotherium crenatidens. Dabei handelt es sich um den ersten Nachweis von diesem Tier aus Nordwest-Europa. In Weimar haben wir bei Dr. Ralf-Dietrich Kahlke in der Forschungsstation für Quartärpaläontologie des Forschungsinstituts Senckenberg diesen Fund mit anderen Fossilien von Raubkatzen verglichen und vermessen. Die Arbeit ist vor kurzem publiziert worden in verschiedenen Zeitschriften, darunter der Zeitschrift „Cranium“ der Arbeitsgruppe Pleistozäne Säugetiere (WPZ = Werkgroep Pleistocene Zoogdieren, siehe http://www.pleistocenemammals.com ).
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Lesenswertes Buch über Säbelzahnkatzen von Dick Mol, Wilrie van Logchem, Kees van Hooijdonk und Remie Bakker: "The Saber-Toothed Cat of the North Sea" (2008)
Frage: Schreiben Sie Artikel oder Bücher über fossile Raubkatzen?
Antwort: 2007 kam unser Buch „De Sabeltandtijger uit de Noordzee“ von Dick Mol, Wilrie van Logchem, Kees van Hooijdonk und Remie Bakker in niederländischer Sprache heraus. 2008 wurde es unter dem Titel „The Saber-Toothed Cat of the North Sea“ auch in englischer Sprache publiziert. Vielleicht erscheint auch noch mal eine deutschsprachige Ausgabe. Mit verschiedenen Paläontologen arbeite ich weltweit an anderen Publikationen über fossile Großkatzen.
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Frage: Erhalten Sie viele Anfragen zum Thema fossile Katzen?
Antwort: Ja, nicht nur von professionellen Paläontologen, sondern auch von Schülern. Von Vereinen werde ich regelmäßig gebeten, Vorträge zu halten. Leider bin ich nicht immer in der Lage sofort zu antworten, weil ich im täglichen Beruf sehr beschäftigt bin. Dazu kommt noch dass ich fasst 15 Jahre Sekretär der Arbeitsgruppe Pleistozäne Säugetiere war. Damit hatte ich auch immer sehr viel Arbeit.
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Frage: Haben Sie für 2009 neue Pläne?
Antwort: Im April 2009 bin ich wieder mit Dick Mol in Milia in Griechenland. Dort werden wir unsere Untersuchungen weiterführen. Auch werden wir mithelfen, das kleine, aber sehr wichtige Museum in Milia aufzubauen. Dort gibt es sehr schöne und interessante Ergebnisse unserer Untersuchungen zu sehen.
Im Sommer 2009 habe ich noch eine Reise nach Sofia in Bulgarien und nach Bukarest in Rumänien vor. Natürlich geht es dabei um fossile Großkatzen. Auch dort gibt es Faunen aus dem Pliozän und Pleistozän mit Säbelzahnkatzenfunden. Die möchte ich gerne studieren, vermessen und fotografieren.
Vielleicht fliege ich dieses Jahr noch nach Venezuela. Dort sind im Norden in Teerablagerungen jetzt sehr viele Funde der Säbelzahnkatze Homotherium entdeckt worden. Das sind spektakuläre Funde und ist es das erste Mal, dass in Südamerika Homotherium nachgewiesen wurde. Ich sollte bereits im November 2008 dort sein, ich wurde damals eingeladen für eine kleine Konferenz, war aber krank und musste zu Hause bleiben. Leider! Aber mein Flugticket ist noch fast das ganze Jahr 2009 gültig.
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Wilrie van Logchem 2007 in Milia, Griechisch-Mazedonien. Foto: Dick Mol, Hoofddorp
Frage: Wo kann man im Internet mehr über Sie erfahren?
Antwort: Über http://www.google.com kann man einige interessante Websites besuchen, auf denen ich erwähnt werde. Dabei geht es vor allem über meine Arbeiten in Griechenland.
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Frage: Wo kann man Ihre schönen Bücher über Säbelzahnkatzen kaufen?
Antwort: Sowohl die Englische Ausgabe („The Saber-Toothed Cat“) als auch die Niederländische Ausgabe („De Sabeltand Tijger“) sind erhältlich beim Verlag:
Uitgeverij DrukWare, Geert Jan Engelmoer, Batinge 3, NL-9331 KS Norg, Niederlande.
Telefon: +31 (0) 59 26 13 537
Mobil: +31 (0) 6 52 13 80 72
Bestellungen im Internet unter:
http://www.sabeltandtijger.eu/?lang=en (Englisch)
http://www.sabeltandtijger.eu/?lang=nl (Niederländisch)
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Die Fragen für das Interview stellte der Wissenschaftsautor Ernst Probst, Autor des Taschenbuches "Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter" und Betreiber des Weblog http://wissenschaft-news.blog.de
Dienstag, 24. Februar 2009
E-Book über Höhlenlöwen bei GRIN erhältlich
Wiesbaden (raubkatzen-welt) - Eiszeitliche Löwen aus Europa, Asien und Amerika stehen im Mittelpunkt des Taschenbuches „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es beginnt mit dem riesigen Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis), der nach etwa 600.000 Jahre alten Funden aus dem ehemaligen Dorf Mosbach bei Wiesbaden in Hessen benannt ist. Dieser Mosbacher Löwe gilt mit einer Gesamtlänge von bis zu 3,60 Metern als der größte Löwe aller Zeiten in Deutschland und Europa. Seine Kopfrumpflänge betrug etwa 2,40 Meter, sein Schwanz maß weitere 1,20 Meter. Von dieser imposanten Raubkatze stammt der Europäische Höhlenlöwe (Panthera leo spelaea) ab, der im Eiszeitalter (Pleistozän) vor etwa 300.000 bis 10.000 Jahren in Europa lebte. Noch größer als der Mosbacher Löwe und der Europäische Höhlenlöwe war der Amerikanische Höhlenlöwe (Panthera leo atrox) aus dem Eiszeitalter vor etwa 100.000 bis 10.000 Jahren. Er wird ebenso vorgestellt wie der vor etwa 40.000 bis 10.000 Jahren existierende Ostsibirische Höhlenlöwe (Panthera leo vereshchagini), den man auch Beringia-Höhlenlöwe nennt. Weitere Kapitel befassen sich mit Höhlenlöwen in der Kunst der Eiszeit, Löwenfunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz, eiszeitlichen Raubkatzen in Deutschland und Löwen der Gegenwart. Geschildert wird auch der Ablauf des von starken Klimaschwankungen geprägten Eiszeitalters in Deutschland.
Bestellung des E-Books bei:
http://www.grin.com/e-book/121607/hoehlenloewen
Von diesem Titel folgt ein gedrucktes Taschenbuch
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Weiteres Taschenbuch von Ernst Probst:
Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren
Ein wichtiges Mosaikstück in der teilweise immer noch rätselhaften Geschichte des viertgrößten Stromes Europas ist der Ur-Rhein in Rheinhessen gegen Ende des Miozäns vor etwa zehn Millionen Jahren. Ablagerungen dieses Flusssystems sind die nach einem Rüsseltier bezeichneten Dinotheriensande. Der Ur-Rhein in Rheinhessen floss ab dem Raum Worms – weiter westlich als in der Gegenwart – auf die Binger Pforte zu. Der damalige Fluss berührte nicht – wie heute – die Gegend von Oppenheim, Nierstein, Nackenheim, Mainz, Wiesbaden und Ingelheim. Das geschah erst später. Am Ur-Rhein existierte eine exotische Tierwelt, wie man vor allem durch Funde bei Eppelsheim, am Wissberg bei Gau-Weinheim und bei Dorn-Dürkheim weiß. In der Gegend von Eppelsheim etwa lebten Rüsseltiere, Säbelzahnkatzen, Bärenhunde, Tapire, Nashörner, krallenfüßige „Huftiere“, Ur-Pferde und sogar Menschenaffen. Eppelsheim genießt weltweit in der Wissenschaft einen guten Ruf. Zusammen mit dem Pariser Montmartre gehört der kleine Ort südlich von Alzey zu jenen großartigen Fossillagerstätten, mit denen die Erforschung ausgestorbener Säugetiere in Europa begonnen hat. Obwohl sich viele Wissenschaftler mit dem Ur-Rhein befasst haben, gibt dieser Fluss weiterhin Rätsel auf. Es sind noch zahlreiche Grabungen und andere wissenschaftliche Untersuchungen nötig, um zumindest die wichtigsten Fragen über seine Entwicklung zu klären. Das Taschenbuch „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ stammt aus der Feder des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Er hat zahlreiche Werke über prähistorische Themen – wie „Deutschland in der Urzeit“, „Deutschland in der Steinzeit“, „Deutschland in der Bronzezeit“, „Rekorde der Urzeit“ und „Rekorde der Urmenschen“ – veröffentlicht. Gewidmet ist das Taschenbuch Heiner Roos (*1934), dem Altbürgermeister von Eppelsheim, dessen Idee und Initiative das Dinotherium-Museum in Eppelsheim zu verdanken ist, sowie dem Darmstädter Paläontologen Johann Jakob Kaup (1803–1873), der sich um die Erforschung der Dinotheriensande in Rheinhessen verdient gemacht hat. Zum Gelingen des Taschenbuches haben Heiner Roos, der Förderverein Dinotherium-Museum Eppelsheim, die Gemeinde Eppelsheim, Dr. Jens Lorenz Franzen, Dr. Gerhard Storch, Dr. Jens Sommer, Dr. Frank Holzförster, Professor Dr. Wolfgang Schirmer, Dr. Winfried Kuhn, Dr. Ursula Bettina Göhlich, Mag. Thomas Bence Viola, Dr. Oliver Sandrock, Dr. Thomas Keller und Thomas Engel maßgeblich beigetragen.
Bestellung des E-Books bei:
http://www.grin.com/e-book/120422/der-ur-rhein
Bestellung des E-Books bei:
http://www.grin.com/e-book/121607/hoehlenloewen
Von diesem Titel folgt ein gedrucktes Taschenbuch
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Weiteres Taschenbuch von Ernst Probst:
Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren
Ein wichtiges Mosaikstück in der teilweise immer noch rätselhaften Geschichte des viertgrößten Stromes Europas ist der Ur-Rhein in Rheinhessen gegen Ende des Miozäns vor etwa zehn Millionen Jahren. Ablagerungen dieses Flusssystems sind die nach einem Rüsseltier bezeichneten Dinotheriensande. Der Ur-Rhein in Rheinhessen floss ab dem Raum Worms – weiter westlich als in der Gegenwart – auf die Binger Pforte zu. Der damalige Fluss berührte nicht – wie heute – die Gegend von Oppenheim, Nierstein, Nackenheim, Mainz, Wiesbaden und Ingelheim. Das geschah erst später. Am Ur-Rhein existierte eine exotische Tierwelt, wie man vor allem durch Funde bei Eppelsheim, am Wissberg bei Gau-Weinheim und bei Dorn-Dürkheim weiß. In der Gegend von Eppelsheim etwa lebten Rüsseltiere, Säbelzahnkatzen, Bärenhunde, Tapire, Nashörner, krallenfüßige „Huftiere“, Ur-Pferde und sogar Menschenaffen. Eppelsheim genießt weltweit in der Wissenschaft einen guten Ruf. Zusammen mit dem Pariser Montmartre gehört der kleine Ort südlich von Alzey zu jenen großartigen Fossillagerstätten, mit denen die Erforschung ausgestorbener Säugetiere in Europa begonnen hat. Obwohl sich viele Wissenschaftler mit dem Ur-Rhein befasst haben, gibt dieser Fluss weiterhin Rätsel auf. Es sind noch zahlreiche Grabungen und andere wissenschaftliche Untersuchungen nötig, um zumindest die wichtigsten Fragen über seine Entwicklung zu klären. Das Taschenbuch „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ stammt aus der Feder des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Er hat zahlreiche Werke über prähistorische Themen – wie „Deutschland in der Urzeit“, „Deutschland in der Steinzeit“, „Deutschland in der Bronzezeit“, „Rekorde der Urzeit“ und „Rekorde der Urmenschen“ – veröffentlicht. Gewidmet ist das Taschenbuch Heiner Roos (*1934), dem Altbürgermeister von Eppelsheim, dessen Idee und Initiative das Dinotherium-Museum in Eppelsheim zu verdanken ist, sowie dem Darmstädter Paläontologen Johann Jakob Kaup (1803–1873), der sich um die Erforschung der Dinotheriensande in Rheinhessen verdient gemacht hat. Zum Gelingen des Taschenbuches haben Heiner Roos, der Förderverein Dinotherium-Museum Eppelsheim, die Gemeinde Eppelsheim, Dr. Jens Lorenz Franzen, Dr. Gerhard Storch, Dr. Jens Sommer, Dr. Frank Holzförster, Professor Dr. Wolfgang Schirmer, Dr. Winfried Kuhn, Dr. Ursula Bettina Göhlich, Mag. Thomas Bence Viola, Dr. Oliver Sandrock, Dr. Thomas Keller und Thomas Engel maßgeblich beigetragen.
Bestellung des E-Books bei:
http://www.grin.com/e-book/120422/der-ur-rhein
Dienstag, 17. Februar 2009
Weblog informiert über Säbelzahnkatzen
Modell der Säbelzahnkatze Homotherium von Remie Bakker und Dick Mol
Wiesbaden (raubkatzen-welt) - Säbelzahnkatzen oder Säbelzahntiger, wie man sie frühernannte, faszinieren seit eh und je die Menschen in aller Welt. Diese Raubkatzen mit ihren bis zu 28 Zentimeter langen Eckzähnen gehören zu den bekanntesten Säugetieren der Urzeit. Die ersten von ihnen jagten bereits vor rund 15 Millionen Jahren auf unserem „Blauen Planeten“. Die letzten verschwanden vor etwa 10.000 Jahren für immer aus der Natur. Mit diesen mehr oder minder eindrucksvollen Großkatzen befasst sich das „Säbelzahnkatzen-Blog“ des Wiesbadener
Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es stellt in Deutschland, Europa, Afrika, Asien und Amerika entdeckte Arten der Säbelzahnkatzen vor. Außerdem berichtet das Blog über neue Funde und Bücher.
Dienstag, 3. Februar 2009
Video über den Säbelzahntiger Paramachairodus
Video: "Reconstrucción del tigre "dientes de sable" Paramachairodus" von "smartplanet" bei Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=m9YnTR6He9I
Wiesbaden (raubkatzen-welt) - Auf der Videoplattform "Youtube" ist ein Videoclip über eine Rekonstruktion der Säbelzahnkatze Paramachairodus zu sehen. Die Rekonstruktion beruht auf etwa neun Millionen Jahre alten Funden aus Cerro Batallones in Spanien. Paramachairodus kam auch in der Gegend von Dorn-Dürkheím (Kreis Mainz-Bingen) in Deutschland vor. Dies berichtet das Taschenbuch "Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.
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Das Taschenbuch "Der Ur-Rhein" ist erhältlich bei:
http://www.amazon.de/Ur-Rhein-Rheinhessen-zehn-Millionen-Jahren/dp/3640248015/ref=sr_1_5?ie=UTF8&s=books&qid=1232612517&sr=8-5
Montag, 26. Januar 2009
Löwengroße Säbelzahntiger am Ur-Rhein

Eppelsheim (raubkatzen-welt) – Am Ufer des Ur-Rheins jagten im Obermiozän vor etwa zehn Millionen Jahren löwengroße Säbelzahnkatzen, die man auch Säbelzahntiger oder Dolchzahnkatzen nennt. Dies berichtet das Taschenbuch „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.
Fossile Reste von Säbelzahnkatzen kamen vor allem in den Ablagerungen des Ur-Rheins bei Eppelsheim (Kreis Alzey-Worms) in Rheinhessen zum Vorschein. Dort sind die Säbelzahnkatzenarten Machairodus aphanistus und Paramachairodus ogygius durch Funde nachgewiesen, die der Darmstädter Paläontologe Johann Jakob Kaup bereits 1832 beschrieb und heute noch im Hessischen Landesmuseum Darmstadt aufbewahrt werden.
Die Säbelzahnkatzenart Machairodus aphanistus erreichte eine Schulterhöhe von etwa einem Meter. Manche Arten der Gattung Machairodus hatten schätzungsweise ein Gewicht von rund 220 Kilogramm. Sie wirkten viel muskulöser als heutige Löwen oder Leoparden und sahen mit ihren langen oberen Eckzähnen furchterregend aus.
Zeitgenossen der Säbelzahnkatzen am Ur-Rhein waren Bärenhunde, Katzenbären, Hyänen, Rüsseltiere, Nashörner, Ur-Pferde, kleinwüchsige Hirsche, Wald-Antilopen, krallenfüßige „Huftiere“ und Menschenaffen. Für Krokodile dagegen war es bereits zu kalt geworden, obwohl das Klima noch wärmer und feuchter als heute gewesen ist.
Das Taschenbuch „Der Ur-Rhein“ ist dem Altbürgermeister von Eppelsheim, Heiner Roos, und dem Darmstädter Paläontologen Johann Jakob Kaup gewidmet. Roos ist der „geistige Vater“ des Dinotherium-Museums in Eppelsheim, Kaup hat sich um die Erforschung der Dinotheriensande in Rheinhessen verdient gemacht.
Als Dinotheriensande bezeichnet man die rund zehn Millionen Jahre alten Ablagerungen des Ur-Rheins, weil diese oft Zähne und Knochen des Rüsseltieres Deinotherium giganteum enthalten, das auch Rheinelefant oder Hauerelefant genannt wird.
Auch in den rund 8.5 Millionen Jahre alten Ablagerungen des Ur-Rheins oder eines seiner Nebenflüsse bei Dorn-Dürkheim (Kreis Mainz-Bingen) wurden fossile Reste von Säbelzahnkatzen entdeckt. Dort hat man sogar drei Arten von Säbelzahnkatzen identifiziert.
Das Taschenbuch „Der Ur-Rhein“ ist beim Buchgroßhändler „Libri“ unter der Internetadresse http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8105517/ernst_probst_der_ur_rhein_3640248015.html erhältlich.
Dienstag, 23. Dezember 2008
Video: "Reconstrucción del tigre "dientes de sable" Paramachairodus"
Video: "Reconstrucción del tigre "dientes de sable" Paramachairodus" von "" bei Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=m9YnTR6He9I
Beschreibung des Videoclips:
Reconstrucción digital en 3D del esqueleto del "dientes de sable" Paramachairodus, basada en los fósiles de Batallones. La locomoción está basada en el estudio de la anatomía funcional del félido. Por último se ve al animal reconstruido, en un paisaje de bosque abierto como el que se encontraría en la zona de Batallones hace 9 millones de años. (Clip realizado y gentilmente cedido por Mauricio Antón.) Más información en
http://www.comunidadsmart.es/articulos_detalle.php?id=268
Donnerstag, 4. Dezember 2008
Video: "Survival of the Fittest - Sabertooth"
Video: "Survival of the Fittest - Sabertooth" von "pthomas79" bei Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=CPtRohwHMB4
Beschreibung des Videoclips:
BC Dairy Foundation's milk campaign
Samstag, 29. November 2008
Video: "Paramachairodus"
Video: "Paramachairodus" von "Homotherium" bei Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=OYurEHZKo5Y
Beschreibung des Videoclips:
Paramachairodus
Sabljozubi Tigar
sabretooth tiger
Donnerstag, 20. November 2008
Fischkutter fing Säbelzahnkatze
Rekonstruktion der Säbelzahnkatze Homotherium
Rotterdam (raubkatzen-welt) - Der erste Fund einer Säbelzahnkatze aus Nordwest-Europa ist vor der Küste von Ostengland geglückt. Dort holte Anfang August 2008 ein niederländischer Fischkutter ein Fragment von einem mehr als 850.000 Jahre alten Oberarmknochen der Säbelzahnkatze Homotherium crenatidens vom Nordseegrund ans Tageslicht. Dabei handelt es sich vermutlich um den Rest eines männlichen Tieres.
Der sensationelle Fund wurde von den niederländischen Wissenschaftlern Dick Mol und Wilrie van Logchem identifiziert. Mol arbeitet am Natural History Museum Rotterdam und befasst sich mit der fossilen Tierwelt der Nordsee. Van Logchem ist Spezialist für ausgestorbene Katzen.

Paläontologe Dick Mol aus Rotterdam mit Mammutknochen
Die beiden niederländischen Forscher haben das Oberarmknochen-Fragment aus der Nordsee mit Funden aus der Sammlung der Forschungsstelle für Quartärpaläontologie in Weimar verglichen, die von dem Paläontologen Ralf Dietrich Kahlke geleitet wird. Zur Weimarer Sammlung gehört unter anderem ein beschädigter linker Oberarmknochen der Säbelzahnkatze Homotherium crenatidens von Untermaßfeld bei Meiningen in Thüringen mit einem geologischen Alter von mehr als einer Million Jahren. Untermaßfeld gilt weltweit als eine der bedeutendsten Fundstellen von Fossilien aus dem Eiszeitalter. Von dort kennt man auch die Säbelzahnkatze Megantereon cultridens.
Das Oberarmknochen-Fragment aus der Nordsee stammt nach dem Vergleich mit den Funden aus Weimar eindeutig von der Säbelzahnkatzen-Art Homotherium crenatidens, die in Deutschland auch von Wiesbaden (Mosbach-Sande) und Mauer bei Heidelberg (Mauerer Sande) bekannt ist. Jünger als diese Spezies ist die Säbelzahnkatzen-Art Homotherium latidens.
Die Säbelzahnkatze Homotherium erreichte eine Schulterhöhe von etwa 1,10 Meter, was einem heutigen Löwen entspricht. Ihr Gewicht wird auf etwa 170 bis zu 400 Kilogramm geschätzt. Als Durchschnittsgewicht werden rund 250 Kilogramm genannt.
Lange glaubte man, die Säbelzahnkatzen-Gattung Homotherium sei in Europa bereits im Eiszeitalter vor etwa 500.000 oder 300.000 Jahren ausgestorben. Doch im März 2000 wurde in der Nordsee, die im Eiszeitalter zeitweise Festland („Nordseeland“) gewesen war, ein nur etwa 28.000 Jahre alter Unterkieferast der Säbelzahnkatze Homotherium latidens entdeckt. Dieses südwestlich der Braunen Bank aufgefischte Fossil gilt als jüngster Fund einer Säbelzahnkatze in Europa und Asien.
Funde von Raubkatzen aus der Nordsee sind große Raritäten. Meistens werden in der Nordsee Zähne oder Knochen von Mammuten oder anderer Herdentiere aus dem Eiszeitalter geborgen.
Mit dem aufsehenerregenden Fund des Säbelzahnkatzen-Unterkiefers von 2000 befasst sich das Buch „De Sabeltand Tijger“ von Dick Mol, Wilrie van Logchem, Kees van Hooijdonk und Remie Bakker. Das Buch ist in niederländischer und englischer Sprache erschienen und unter der Internetadresse http://www.drukware.nl/component/page,shop.product_details/flypage,shop.flypage/product_id,6/category_id,4/manufacturer_id,0/option,com_virtuemart/Itemid,20 erhältlich.
Weblinks:
Níederländisch: http://www.sabeltandtijger.eu
Englisch: http://www.sabeltandtijger.eu/shop/catalog/product_info.php?products_id=28&osCsid=3d73c30f1d04189deecf04758c21a5e5
Montag, 27. Oktober 2008
Faszinierende Raubkatzen big-cats.de
Kiel (raubkatzen-welt) - Den Namen und die Internetadresse der Webseite "Faszinierende Raubkatzen big-cats.de" sollte man sich merken, wenn man ein Faible für Löwen, Tiger, Leoparden, Geparden, Jaguare, Pumas oder andere Raubkatzen hat. Diese sehr interessante und unterhaltsame Webseite wird von Frank Huber aus Kiel betrieben. Sie ist unter der Adresse http://www.big-cats.de/startseite.htm im Internet zu finden. Interessante Gastbeiträge sind willkommen.
Montag, 20. Oktober 2008
Video: "A Lioness's Life"
Video: "A Lioness's Life" von "Lionownstiger" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=iqj8A9QsD_c
Beschreibung des Videoclips:
Amazing female lions do the impossible, the most amazing, these really are the queens of beasts.
Dienstag, 14. Oktober 2008
Video: "Fast and Furious: Cheetah vs. Gemsbok"
Video: "Fast and Furious: Cheetah vs. Gemsbok" von "NationalGeographic" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=sMKkkW6jbug
Beschreibung des Videoclips:
Two cheetahs cubs think they found an easy meal when they catch a gemsbok calf, until they are confronted by the calf's determined mother. See All National Geographic Videos
Sonntag, 12. Oktober 2008
Video: "Raubkatzen"
Video: "Raubkatzen" von "wanze1994" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=gqy7-biPnyE
Beschreibung des Videoclips:
Viele verschiedene Raubkatzen in einem Film
Video: "Big Cats"
Video: "Big Cats" von "NationalGeograpic" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=BYm_Mn7Hxag
Beschreibung des Videoclips:
Jaguars, tigers and mountain lions rule their respective kingdoms.
Video: "Tagebuch der Raubkatzen - Leopard: Lebewohl Zawadi / Shadow"
Video: "Tagebuch der Raubkatzen - Leopard: Lebewohl Zawadi / Shadow" von "" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=vo6svSsTlQ4
Beschreibung des Videoclips:
Dies ist eine Widmung für Zawadi / Shadow. Der Leopard der die ersten drei Staffeln zu sehen war.
Sie starb dieses Jahr ...
Donnerstag, 9. Oktober 2008
Video: "Short-Faced Bear vs American Lion"
Video: "Short-Faced Bear vs American Lion" von "" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=e4dIRZR67zA
Beschreibung des Videoclips:
From BBC Prehistoric America part 5: American Serengeti. American lions vs short-faced bear
Video: "Lives of Lions"
Video: "Lives of Lions" von "NationalGeographic" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=kFPD3_nI9jk
Beschreibung des Videoclips:
A big - and loud - as they are, lions on the hunt are masters of stealth. See All National Geographic Videos
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